Fluss und Form

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Die Idee,
große Brunnen zu bauen, wurde mir in Chile mit einem LKW voller Steine vor die Füße gekippt. Ein befreundeter Schuldirektor war der Überzeugung, das sanfte Gluckern und Plätschern von Wasser übertrage Ruhe und Ausgeglichenheit auf seine, oft viel zu lebendigen Schüler.
Er wusste von meiner Freude, mit Steinen zu arbeiten und von meiner Kernbohrmaschine. Und es soll nicht so lange dauern, schliesslich stört der mächtige Steinhaufen im Schulhof sehr.
Mit einem Blick auf die Kinder war mir klar: dieser Brunnen muss auch waghalsigen Kletterpartien standhalten können.

An die Arbeit
Ein dickes Loch in massive Sockelsteine gebohrt und stabile Kupferstangen hineingesteckt. Jeder einzelne Brunnenstein wurde dann gebohrt und auf die  Rohre zu Säulen aufgeschichtet. Die Säulen untereinander wurden über längliche Steine, die an beiden Enden gebohrt waren, brückenartig verbunden.
Die Schüler bildeten ein Komitee für die Gesamtgestaltung des Platzes. Sie bauten den Teich, waren für Wartung und Pflege zuständig und sind es nach mittlererweilen acht Jahren noch immer. Als unerwarteter Nebeneffekt wuchs bei den Schülern  Verantwortungsbewusstsein und Stolz auf "Ihre" Schule.
Ein lebendig geschriebener Artikel in San Felipe´s (Chile) Tageblatt legte sozusagen den "Brunnenstein" für den dann zuerst in Chile, danach in Deutschland angemeldeten Betrieb.


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